Neinacht.

Was passiert eigentlich, jenseits aller Kriege und Verbrechen anderer Art, mit den Menschen, deren Stammkneipe aus personaltechnischen oder anderen Gründen über die Feiertage schliessen muss? Verlieren sie ihr Zuhause; bzw. ihr Refugium? Werden sie Weihnacht widerwillig mit ihren Familien (sofern sie existieren) verbringen müssen? Die Frage ist nicht so banal, wie sie scheint. Denn es gibt viele Menschen, die schlicht alleine sind (oder es wollen).

Mir persönlich sind einige Figuren bekannt, für die der Wegfall des Rückzugsortes ein echtes Problem darstellt. Ja, natürlich, alles warm und Bier vom Fass – kein Vergleich mit Frieren in der Ukraine oder verrecken in Somalia – aber im Ernst: ist Weihnachten nicht vornehmlich dafür da (bzw. erfunden worden), dass wir uns wohlfühlen? Im „Kreise unserer Familien“? Vom Konsum mal ganz abgesehen; und der wäre ja dann auch gegeben. Obdachlos ist nicht zwingend eine Frage der Wohnungslosigkeit – es kann auch heimatlos heißen, oder in der Fremde, oder ohne Asylantrag, oder ersaufen im Mittelmeer – oder eben ohne Obdach.

Ich will damit nur sagen, dass es zahllose Menschen gibt, die an diesen Tagen der Festivität und Völlerei kein Zuhause haben – egal ob lebensbedrohlich oder im Kleinen. Wir müssen an sie denken und etwas dagegen tun. Ich habe es getan. Ihr auch?

Frohe Weihnacht – sofern im Warmen und zuhause.

Love is the way, R.

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